Ja. Schulen und Kindertagesstätten sind Sonderbauten mit hohem Anteil ortsunkundiger und schutzbedürftiger Personen. Die Anforderungen ergeben sich aus den Sonderbauvorschriften der Länder, dem Brandschutzkonzept und der Gefährdungsbeurteilung nach ASR A2.3. Üblich sind Standortpläne in jedem Unterrichts- und Gruppenraum zusätzlich zu den Geschossplänen in den Fluren.
Schulen, Kindergärten und Kindertagesstätten haben zwei Besonderheiten: Die meisten Personen im Gebäude sind Kinder, und die Räumung läuft nicht individuell, sondern in Gruppen unter Führung einer Aufsichtsperson. Der Plan richtet sich deshalb in erster Linie an Lehrkräfte und Betreuende.
Welche Vorschriften greifen
- Die Sonderbauvorschriften der Länder, für Schulen häufig eine Schulbaurichtlinie, für Kitas entsprechende Landesregelungen
- Das Brandschutzkonzept des Gebäudes
- Die ASR A2.3 Abschnitt 10 in Verbindung mit der Gefährdungsbeurteilung, denn Schule und Kita sind zugleich Arbeitsstätte für das Personal
- Regelwerke der Unfallkasse beziehungsweise des zuständigen Unfallversicherungsträgers
Verbindlich sagt Ihnen die zuständige Bauaufsicht oder der Schulträger, was für Ihr Gebäude gilt. Bei kommunalen Trägern läuft die Beauftragung meist über das Gebäudemanagement.
Was Schulen und Kitas besonders macht
Standortpläne in jedem Raum
In Schulen ist es üblich, zusätzlich zu den Geschossplänen in den Fluren in jedem Unterrichtsraum einen eigenen Standortplan anzubringen. Die Lehrkraft sieht damit sofort, welcher Weg vom aktuellen Raum aus der richtige ist, ohne erst auf den Flur zu treten. Dasselbe gilt für Gruppenräume in Kitas.
Für ein Schulgebäude mit 24 Klassenräumen bedeutet das rund 30 bis 35 Pläne, nicht vier.
Räumung in Gruppen, nicht einzeln
Anders als in einem Bürogebäude verlässt niemand einzeln das Haus. Klassen und Gruppen werden geschlossen geführt, gezählt und zur Sammelstelle gebracht. Der Plan ist damit vor allem Grundlage für die Räumungsordnung und die Übungen: Welche Klasse nimmt welchen Weg, welcher Sammelplatzabschnitt gehört zu welchem Trakt.
Die Sammelstelle ist entscheidend
Bei mehreren hundert Kindern reicht ein Punkt auf dem Hof nicht. Üblich sind mehrere zugeordnete Sammelbereiche, damit gezählt werden kann. Diese Zuordnung gehört sichtbar auf den Plan, sonst hilft er beim Üben nicht.
Anbringungshöhe bei Kitas
Die DIN SPEC 4844-4 nennt eine Montagehöhe von 1,65 Metern bis zur Planmitte. In Kitas, wo auch Kinder den Plan ansehen sollen, kann eine niedrigere Anbringung sinnvoll sein. Halten Sie eine solche Abweichung in Ihrer Gefährdungsbeurteilung fest. Mehr dazu auf der Seite Pläne richtig aufhängen.
Festpreis für Ihr Gebäude
Schicken Sie uns die Geschossgrundrisse und die Anzahl der Unterrichts- oder Gruppenräume. Sie erhalten werktags innerhalb von 24 Stunden ein Angebot. Kostenlos und unverbindlich.
Grundriss sendenWie viele Pläne nötig sind
| Bereich | Anzahl |
|---|---|
| Unterrichts- und Gruppenräume | je Raum 1 Standortplan |
| Flure je Geschoss | 2–4 |
| Vor jedem Treppenhaus | je Zugang 1 |
| Eingangshalle, Aula, Mensa, Turnhalle | je Bereich 1 |
| Fachräume mit erhöhter Gefährdung | je Raum 1 |
| Verwaltung, Lehrerzimmer, Technik | nach Gefährdungsbeurteilung |
Weil je Geschoss nur ein Grundriss aufgebaut wird und sich die Raumpläne lediglich in Standortpunkt und Ausrichtung unterscheiden, sinkt der Preis je Plan mit der Anzahl deutlich. Große Gebäude sind je Plan günstiger als kleine.
Ablauf für Träger und Gebäudemanagement
- Geschossgrundrisse senden, dazu die Raumnummern und, falls vorhanden, das Brandschutzkonzept.
- Festpreis in 24 Stunden für das gesamte Gebäude. Auf Wunsch als Angebot in einer Form, die Sie direkt in Ihre Beschaffung geben können.
- Entwurf mit Objektliste. Hausmeister oder Sicherheitsbeauftragter trägt ein, wo Feuerlöscher, Handmelder und Erste-Hilfe-Material tatsächlich hängen.
- Alle Pläne auf einmal, auf Wunsch gedruckt und im Alu-Klapprahmen.
Für Schulträger mit mehreren Standorten rechnen wir jedes Gebäude einzeln, liefern aber einheitlich gestaltet, damit die Pläne über alle Schulen hinweg gleich aussehen.
Was es kostet
Der erste Plan beginnt bei 149 €. Schulen und Kitas kalkulieren wir als Gesamtpaket, weil sich der Aufwand aus der Zahl der Geschossgrundrisse ergibt und nicht aus der Zahl der Räume. Alle Faktoren im Detail auf der Seite Was kostet ein Flucht- und Rettungsplan.
Häufige Fragen
Braucht eine Schule einen Flucht- und Rettungsplan?
In aller Regel ja. Schulen sind Sonderbauten mit hohem Anteil ortsunkundiger und schutzbedürftiger Personen. Die Anforderungen ergeben sich aus den Sonderbauvorschriften des Landes, dem Brandschutzkonzept und der Gefährdungsbeurteilung nach ASR A2.3. Verbindlich Auskunft geben Bauaufsicht und Schulträger.
Braucht jeder Klassenraum einen eigenen Plan?
Üblich ist es. In Schulen werden zusätzlich zu den Geschossplänen in den Fluren Standortpläne in jedem Unterrichtsraum angebracht, damit die Lehrkraft den richtigen Weg sofort erkennt, ohne erst auf den Flur zu treten. Dasselbe gilt für Gruppenräume in Kitas.
Gilt das auch für Kindergärten und Kindertagesstätten?
Ja. Kitas sind ebenfalls Sonderbauten mit besonders schutzbedürftigen Personen. Die Räumung erfolgt in Gruppen unter Führung der Betreuenden, weshalb der Plan vor allem Grundlage für Räumungsordnung und Übungen ist.
In welcher Höhe hängt der Plan in einer Kita?
Die DIN SPEC 4844-4 nennt 1,65 Meter bis zur Planmitte. In Kitas, wo auch Kinder den Plan ansehen sollen, kann eine niedrigere Anbringung sinnvoll sein. Halten Sie eine solche Abweichung in Ihrer Gefährdungsbeurteilung fest.
Wie viele Pläne braucht eine Schule mit 24 Klassenräumen?
Etwa 30 bis 35: einen Standortplan je Unterrichtsraum, zwei bis vier je Geschoss in den Fluren, je einen vor den Treppenhäusern sowie für Eingangshalle, Aula, Mensa und Turnhalle. Da je Geschoss nur ein Grundriss aufgebaut wird, sinkt der Preis je Plan mit der Anzahl deutlich.
Wer beauftragt die Pläne bei einer kommunalen Schule?
In der Regel der Schulträger über das Gebäudemanagement, nicht die Schulleitung. Wir stellen das Angebot auf Wunsch in einer Form aus, die sich direkt in die Beschaffung geben lässt.